Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

Menü

Inhalt

Sucht und Drogen

Sucht und Drogen
Sucht und Drogen
Hinweise, Informationen und Hintergründe
Frank Plum, PP Aachen

Das Jugendalter geht einher mit einer Phase der Identitätsfindung. Damit eng verbunden ist das Austesten von Grenzen oder auch eine tendenziell höhere Bereitschaft zu riskantem oder sozial abweichendem Verhalten.

Die meisten Kinder und Jugendlichen wachsen bei uns wohl behütet und sicher auf. Drogen werden in ihrem Leben mit hoher Wahrscheinlichkeit keine große Rolle spielen. Für viele Jugendliche und Heranwachsende bleibt das Probieren von manchen illegalen Drogen episodenhaft und führt zu keinen tief greifenden und problematischen Veränderungen ihrer Persönlichkeit. Leider schließen eine Reihe von Jugendlichen und Heranwachsenden ihre Drogenkontakte allerdings nicht mit der Probierphase ab. Die Einnahme von Drogen kann dann leicht „zur Gewohnheit” werden. Jedem, der bereits mit den erschreckenden Bildern verwahrloster Drogenabhängiger konfrontiert wurde, kam sicherlich schon einmal der Gedanke: „Hoffentlich passiert das meinem Kind nicht!” Spätestens dann macht man sich auch Gedanken darüber, ob und wie die Drogenproblematik bewältigt werden kann: Warum üben Drogen auf manche Menschen einen so großen Reiz aus? Warum nehmen sie diese Gifte? Und wie kommt es, dass einige süchtig werden, während andere weniger anfällig bleiben?

Sucht

 ... hat immer eine Vorgeschichte. Ob legale oder illegale Suchtmittel, ob Alkohol, Zigaretten oder Rauschgift: Drogenabhängigkeit ist in den allermeisten Fällen das Ergebnis einer schleichenden Entwicklung, hinter der ein komplexes Geflecht vielfältiger Ursachen steht.

Drogengefährdung und -abhängigkeit entwickeln sich nicht von heute auf morgen. Einer möglichen „Drogenkarriere“ geht ein komplexes Geflecht von Ursachen voraus. Diese können in der Persönlichkeit des Betroffenen, seinem sozialen Umfeld und/oder der Anziehungskraft/Verfügbarkeit von Drogen liegen.

Sucht

... ist eine krankhafte, zwanghafte Abhängigkeit von Stoffen (etwa Alkohol oder Heroin) oder Verhaltensweisen (nicht stoffgebundene Abhängigkeiten wie Spiel-, Kauf-, Fernseh-, Arbeits-, Ess- und Brechsucht). Es besteht das Verlangen nach einer ständig erneuten Einnahme dieser Stoffe oder einer ständigen Wiederholung dieser Verhaltensweisen, um ein bestimmtes Lustgefühl zu erreichen oder Unlustgefühle zu vermeiden. Man unterscheidet bei der Sucht zwischen seelischer (psychischer) und körperlicher (physischer) Abhängigkeit.
Bei der körperlichen Abhängigkeit wird das Suchtmittel ebenso benötigt wie Essen und Trinken. Ohne den Stoff reagiert der Körper mit Entzugserscheinungen.
Bei der seelischen Abhängigkeit wird das Suchtmittel zur „Krücke” – das innere Gleichgewicht kann nur noch mithilfe des Stoffes oder Verhaltens hergestellt werden. Wer die durchaus angenehmen Wirkungen einer Droge einmal kennengelernt hat, ist vielleicht versucht, diese Erfahrung zu wiederholen. So kann eine Entwicklung in Gang gesetzt werden, an deren Ende man nicht mehr ohne die anregende oder dämpfende Wirkung der Droge auskommt und sie zwanghaft konsumiert.

Drogen

 ... sind Substanzen, die über das zentrale Nervensystem in die natürlichen Abläufe des Körpers eingreifen, Stimmungen, Gefühle und Wahrnehmungen beeinflussen und eine Abhängigkeit zur Folge haben können. Viele Menschen denken bei Drogen zunächst nur an die illegalen wie Haschisch, Heroin, Kokain oder Ecstasy. Doch das Spektrum der Drogen ist breit gefächert – auch die legalen Drogen Nikotin im Zigaretten- und Wasserpfeifentabak, Alkohol und Medikamente zählen dazu. Der Gebrauch dieser Stoffe ist weit verbreitet und wird gesellschaftlich toleriert. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen den Zusammenhang zwischen dem Konsum von legalen und illegalen Drogen. Der frühzeitige Missbrauch von Alkohol, Nikotin und/oder Medikamenten kann den Einstieg in den Konsum illegaler Drogen begünstigen.

Rat und Hilfe:

Es gibt eine Reihe von Anlauf- und Beratungsstellen, die Ihnen bei der Beantwortung von Fragen behilflich sein können und bei denen Sie Rat und Hilfe finden. Diese Stellen beraten kostenlos und arbeiten nicht mit der Polizei zusammen - den Betroffenen droht dort also keine Strafverfolgung.

Oft kommt es darauf an, Verhaltensweisen, die Signale für eine drogenanfällige Lebenssituation sein können, zu erkennen und ohne Zögern darauf zu reagieren. Familien- und Erziehungsberatungsstellen können Ihnen bei der Bewältigung dieser Aufgaben helfen.
Hilfeeinrichtungen sind z.B.:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Ostmerheimer Str. 220
51109 Köln
Tel.: 0221/89 920
 

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS)
Westenwall 4
59065 Hamm
Tel.: 02381/90150
 

oder in der StädteRegion Aachen

Suchthilfe Aachen
Hermannstraße 14
52062 Aachen
0241/41356128
 

Fachstelle für Suchtvorbeugung in der StädteRegion    
Bergrather Straße 51-53
52249 Eschweiler
02403/883050



Ihr Ansprechpartner:

KHK`in  Vera Vanderheiden

Telefon: 0241 9577-34413
E-Mail: Vera.Vanderheiden@polizei.nrw.de